Anonyme Frage
Eine anonyme Anfrage war für uns der Anlass Anita auf ein ganz zentrales Problem anzusetzen- Warum machen Stiefel Frauen so sexy?
Stiefel gehören zweifelsohne zu den Kleidungsstücken einer Frau, die den größten Sex-Appeal haben und fast immer Männer den Kopf zu verdrehen. Doch warum finden Männer Stiefel so sexy? Meine Recherche ergab, dass es hierfür vielfältige Gründe gibt. Die Schlageworte aus den Erklärungsansätzen: Konvention, Betonung wichtiger Körperpartien, Macht, Luxus, Dekadenz und Fantasie.
Konvention:
Stiefel sind sexy, deshalb finden Männer Stiefel sexy. Stiefel haben einfach den Ruf
erotisch zu sein, die größten Sexsymbole tragen Stiefel. Wenn eine Frau sexy sein will
und dies durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen möchte, dann trägt sie Stiefel. Das ist eine
Konvention, jeder und jede weiß es und hält sich daran. Dieser Ansatz kann zwar nicht erklären, wie es
zu diesem Phänomen gekommen ist, aber er ist tauglich, um die heute herrschenden Beweggründe Stiefel
zu tragen zu beschreiben. Schließlich weiß heute auch niemand mehr, warum man in unserem Kulturkreis
jemandem die
Hand zur Begrüßung reicht und nicht beispielsweise die Nasenspitzen aneinander reibt, wie es die Inuit tun.
Betonung wichtiger Körperpartien:
Dieser zweite Ansatz ist besser dazu geeignet, ursächlich zu erklären, warum Stiefel sexy sind.
Er greift auf grundlegende sexuelle Instinkte zurück.
Zum einen lenken Stiefel die Blicke auf das weibliche Bein und bringen dieses
besonders zur Geltung. Da Stiefel aus Leder sind, haben sie die Funktion einer
zweiten Haut und sie lassen das Bein lang und schlank wirken.
Noch elementarer ist, dass sie den Blick auf das Becken und den Po lenken. Ein Großteil des Beins wird
bedeckt, wohingegen der Teil der Beine hin zum Becken unbedeckt ist. Die Blicke des Betrachters werden
schnell auf die Regionen, die für sexuelle Kontakte von primärer Bedeutung sind, gelenkt.
Macht und Luxus:
Stiefel sind schweres Schuhwerk. Sie waren in früheren Zeiten den vermögenden
Leuten und den Mächtigen vorbehalten. Sie ermöglichten unwegsames Gelände sicher zu
betreten. Der zweite Aspekt dürfte heute keine Rolle mehr spielen, aber kann einen Hinweis
geben, wie sich die oben beschriebene Konvention zu Stiefeln herausgebildet hat. Stiefel an einer
Frau sind damit auch ein Zeichen der weiblichen Macht, Unabhängigkeit und eigenem Willen. Auch wenn
Stiefel heute für fast jede Frau in Deutschland erschwinglich sind, so fallen sie doch durch
ihre aufwendige Verarbeitung auf und unterstreichen damit das Versprechen auf ein luxuriöses Leben.
Dekadenz:
Stiefel sind nicht nur luxuriös, sie sind sogar dekadent in vielen Formen,
in denen sie heute getragen werden. Sie sind warm und damit geeignet, nicht
frieren zu müssen. In Kombination mit einem Minirock, so wie heute üblicherweise
Stiefel getragen werden kommt insgesamt ein weniger wärmendes Outfit zustande.
Auch im Club oder der Diskothek ist es nicht so kalt, als das Stiefel gebraucht würden.
Somit sind Stiefel nicht nur unnötig, sondern es ist sogar paradox sie zu tragen. Durch
diesen Widerspruch erregen Stiefel Aufmerksamkeit und sind dazu geeignet besondere sexuelle
Signale auszusenden.
Ein weiteres Paradoxon ist, das Stiefel eigentlich für
unwegsames Gelände geschaffen sind und nun in Innenräumen
getragen werden. Auch dies ist Dekadenz. Aufwand zu betreiben,
der eigentlich nicht nötig ist. Alle Stiefel, die in Diskos getragen
werden, sind sogar völlig ungeeignet, um ihrer ursprünglicher funktionellen
Bestimmung nachzukommen. Dies erregt die Aufmerksamkeit, schnell wird klar, dass
statt einer Expedition in unwegiges Gelände eine Eskapade in sinnliche Gefilde geplant ist.
Fantasie:
All die oben beschriebenen Erklärungsansätze beeinflussen
sehr subtil die Fantasie des Betrachters. Falls dass noch nicht
reicht, dann gibt es doch bei vielen Männern eine sehr direkte Fantasie.
Stiefel bekleiden, sie halten warm, aber trotzdem bleibt eine schnelle sexuelle
Begegnung möglich, insbesondere dann, wenn Stiefel zusammen mit einem Minirock und
halterlosen Strümpfen getragen werden. Diese Aussicht, es mit einer Frau zu tun haben,
die sich nimmt was sie will, ist so abenteuerlich vielversprechend,
dass allein der Gedanken bei Männern ausreicht, um sie schwach zu machen.