Flirtindividuell

Vom Fake im Internet verarscht

Thomas, 32, Frankfurt

Frage:

Hallo Anita,
seit einiger Zeit schaue ich mich regelmäßig auf www.flirtcocktail.de um, wenn ich mich über Flirtfragen informieren möchte. Heute muss ich mir meinen Frust von der Seele schreiben.

Die meisten würden sich wohl schämen für das, was mit passiert ist und schweigen, aber ich muss es einfach einmal öffentlich erzählen, ich glaube danach geht es mir besser. Ich habe mich auf das Übelste von einem Fake im Internet verarschen lassen. Berufsbedingt bin ich vor einem Jahr nach Frankfurt gezogen. Um ein paar neue Menschen für meine Freizeit kenne zu lernen, habe ich mich bei verschiedenen Internetportalen angemeldet.

Vor zwei Jahren habe ich eine scheinbar sehr nette Person kennengelernt. Sie hat sich als Frau vorgestellt. Was mir an ihr besonders gefallen hat war, dass sie sehr schnell von sich aus über erotische Dinge geredet hat. Nachdem wir ein paar Mal uns intensiv ausgetauscht haben, hat sie den Wunsch geäußert mich zu treffen. Allerdings kommt sie nicht aus Frankfurt, sondern Köln. Ihre Telefonnummer wollte sie mir nicht geben. Festnetz hatte sie angeblich keins und Handy war immer dann, wenn wir telefonieren wollten, ohne Strom oder sie hatte es irgendwo vergessen. Da ich sie unbedingt treffen, hat mich das nicht davon abgeschreckt mit ihr einen Termin in Köln zu vereinbaren. Direkt nach der Arbeit habe ich mich freitags auf den Weg nach Köln gemacht. Da Stau auf der Autobahn war, bin ich leider etwas zu spät gekommen. Ich habe den ganzen Treffpunkt abgesucht und sie nicht gefunden. Ich habe mich total schlecht gefühlt, weil ich dachte meine Verspätung wäre die Ursache für das Nichtzustandekommen unseres Rendezvous. Dabei hatte ich schon in Hoffnung auf einen spannenden Abend ein Hotelzimmer gebucht. Ich bin unverrichteter Dinge nach Hause gefahren. Sofort habe ich mir von meinem Smartphone aus geschrieben, aber sie war nicht online. Sie hat mir einige Stunden später geantwortet, dass sie enttäuscht war, dass ich zu spät gekommen bin und sie dachte ich komme nicht mehr. Wir haben zwei Wochen später wieder ein Treffen vereinbart. Wieder habe ich ein Hotelzimmer gebucht und bin hingefahren. Dieses Mal war ich pünktlich. Diesmal war sie aber nicht da.

Wieder habe ich auf mein Smartphone gesehen. Sie war online. Sie meinte sie sitze in einem Internetcafe, da es zu ungemütlich für sie sei, am Treffpunkt auf mich zu warten. An dem Tag hat es geregnet, sodass ich das verstanden habe. Also bin ich in das Internetcafe gefahren. Dort war aber niemand. Wieder habe ich auf mein Smartphone gesehen. Was ich da gelesen habe… ich traue meinen Augen nicht. Ich wurde auf das übelste beschimpft und mein Gegenüber hat mir gesagt, dass es ein Typ sein, dass *** wie mich gerne verarsche. Ich habe mich so gedemütigt gefühlt. Ich bin im Beruf erfolgreich, ich verdiene ganz gut Geld, aber in der Liebe habe ich so unglaublich viel Pech, das ich langsam naiv bis zum geht nicht mehr werde. Ich weiß, dass ich viel falsch gemacht habe. So, dass musste ich los werden, auch um andere zu warnen. Frage im eigentlichen Sinne habe ich keine.

Antwort:

Hallo Thomas,
du brauchst dich nicht zu schämen. Was du falsch gemacht hast, hast du bereits erkannt. Im Internet weiß man nie, wer einem gegenüber sitzt. Als vertrauensbildende weitere Maßnahme empfiehlt sich ein Telefongespräch. Wenn das scheitert, wird auch ein Treffen scheitern.

Viel Glück! Jetzt hast du gelernt und weißt Bescheid und wirst viele schöne spannende Treffen haben.

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